#1

Kampfhund

in Allgemeines Arche90 e.V. - Forum 25.07.2009 20:48
von Kiraundco • Stamm User | 1.745 Beiträge

Kampfhund Nino rettet Frau (20)

Von HENDRIK PUSCH
Wenn der Kampfhund zum Lebensretter wird. Im Ehrenfelder Takupark lag eine junge Frau (20) halb tot im Gebüsch – und niemand hat es bemerkt. Bis auf den Staffordshire Nino (2).
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Etliche Spaziergänger gingen an der verdeckten Stelle im Park vorbei. „Nino riss plötzlich aufgeregt an der Leine, er zog mich richtig zum Gebüsch hin“, erzählt Frauchen Iris K. (43) dem EXPRESS. Als die Hundehalterin die 20-Jährige erblickte, holte sie sofort Hilfe.

Es war Rettung in letzter Minute. Sanitäter fanden Tablettenschachteln, offenbar hatte die Frau versucht, sich das Leben zu nehmen. „Sie zuckte und röchelte, es sah überhaupt nicht gut aus“, berichtet Iris K. Im Krankenwagen wurde die 20-Jährige noch etwa eine Stunde stabilisiert, bis sie schließlich in die Klinik abtransportiert wurde.

Dass sie überlebte, verdankt sie dem Terrier Nino. „Es ist kurios“, erinnert sich Frauchen Iris, „nur zwei Minuten, bevor er die Dame fand, wurden wir von Mitarbeitern des Ordnungsamts kontrolliert.“ Denn die Stafford-Rasse fällt unter das neue Kampfhund-Gesetz.

Hinter Nino steckt eine ganz rührende Geschichte. Als Welpe, gerade mal fünf Wochen alt, wurde der Staffordshire mit sechs Geschwistern in der Merheimer Heide ausgesetzt – das war im Dezember 2006. Spaziergänger retteten die kleinen Kläffer vor dem Kältetod.

Iris K. holte Nino aus dem Tierheim Dellbrück, zog ihn mit ihrem Mann Klaus liebevoll auf. „Diese pauschale Einstufung zum Kampfhund ist nicht fair“, sagt sie, „es kommt immer auf die Erziehung an, welche Entwicklung ein Hund nimmt.“ Und die war bei Nino tadellos.

Quelle mit Bild des Hundes : http://www.express.de/nachrichten/region...6563060500.html


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#2

RE: Kampfhund

in Allgemeines Arche90 e.V. - Forum 25.07.2009 21:17
von Kiraundco • Stamm User | 1.745 Beiträge

..... und hier noch etwas zum Thema :


Staatlich verordneter Rassismus
Zum Tode von Chico

Am 21. Juli rief mich abends Frau Sommer aus Leipzig an. Fast 13 Jahre hatte
sie ihrem Hund Chico Heim und Fürsorge gegeben. Davon verbrachte er fast 4
Jahre in dem so genannten Tierheim an der Süderstraße 399 in Hamburg-Horn,
weil die „Hamburger Politik“ es so wollte und in ihm einen gefährlichen Hund
erkannt haben will. Das jedenfalls wurde von dem unrühmlichen Wolfgang
Poggendorf, einem verurteilten Betrüger, bestätigt. Chico, ein liebenswerter
und charakterfester Mischlingsrüde wurde auch seitens der Zeilenhonorarjäger
der Springerpresse als „Bestie“ gehandelt und landesweit denunziert.
Chico starb am 21. Juli 2009. Man kann im Internet Einiges über ihn lesen.
Es gibt sogar einen Kurzfilm. Er ist der Hund, der offenbart, dass das
„Sytem Poggendorf“, also das staatlich inszenierte Theater um die
sogenannten gefährlichen Hunde nichts ist, als eine Blase – eine staatlich
inszenierte Schmierenkomödie mit allerdings furchtbaren Folgen für eine
große Zahl von Hunden. Erinnern wir uns an die „Harburger Halle“. Dort
verschwanden unzählige Lebewesen, weil sie gefährlich aussahen. Heute
verschwinden sie in der Süderstraße 399.
Die Klarstellung der Wissenschaft wurde seitens der Politik und der Medien
ignoriert: Das inzwischen installierte Gefahrenhundegesetz basiert auf der
Annahme der Gefährlichkeit gewisser Hunde, die es fortan galt aus dem
Stadtbild herauszukämmen – mit welchen Methoden auch immer.
Ich habe Chico monatelang vor seinen Häschern verbergen können. Er lebte in
meiner Familie mit meinen Hunden – eine wunderbare und freundliche Kreatur.
Das Hamburger Abendblatt berichtete über sein Leben bei uns in der typischen
Weise der Sensationspresse und der Lüsternheit auf Skandale: Der Skandal
kam, als ich Wolfgang Poggendorf wegen diverser Delikte bei der
Staatsanwaltschaft Hamburg anzeigte. Darin war auch zu lesen, dass mich
dieser Herr an einen gewissen Amon Göth erinnern würde – nicht etwa als
Vergleich mit der Unterstellung, Herr Poggendorf würde massenhaft Lebewesen
abknallen und sie auf die widerlichste Weise zur Strecke bringen – es war
die staatlich inszenierte Allmacht dieses inkompetenten Menschen, die mich
schauderte, die mich ekelte.
Natürlich war Poggendorf „sauer“ und sein Rechtsanwalt zeigte mich wegen
Beleidigung an – ganz im Sinne der politisch gesteuerten Hamburger Justiz,
die mir einen Strafbefehl über 6000 € verpasste . Meine Frau Ulrike war auch
„sauer“, weil man doch für 6000 € eine schöne neue Küche hätte kaufen
können. Aber meine Wortwahl, dass mich Poggendorf an Amon Göth erinnert,
brachte mir neben viel Unverständnis auch viel Sympathie ein – jedenfalls
seitens derer, die wussten, wer Amon Göth war.
Amon Göth war das Schrecklichste, was mir in der Literatur, in den
Geschichtsbüchern und im Kino vor die Augen kam.
Poggendorf war das Schrecklichste, was mir auf der Ebene des so genannten
Tierschutzes in Hamburg begegnet war. Beide hatten eines gemeinsam: die
absolute Macht, über Lebewesen zu verfügen – der eine über eingesperrte
Menschen, der andere über eingesperrte Tiere.
Daumen ´rauf – Daumen ´runter – so wie es man es in Filmen z.B. über
Caligula sah mit dem Unterschied, dass wir im 21. Jahrhundert in einer
CDU-gesteuerten Landschaft leben. Ein Albtraum.
Heute noch tobt der Schwachsinn über die angeblichen Gefahrenhunde durch die
Gehirne vieler Politiker, die sich jedoch gerne weiterhin in Absurdistan
aufhalten, wenn es um ihren Machterhalt geht. Die Vielzahl der Mitarbeiter
des Öffentlichen Dienstes sehen es als Recht an, Lebewesen zu verfolgen,
weil sie bestimmten Rassen angehören.
Chico ist nun tot. Wolfgang Poggendorf ist auf dem Wege, sich von der Welt
zu verabschieden, 5 Prozent der Deutschen lesen Bücher und der Dummheit und
der Ignoranz innerhalb der Behörden sind keine Grenzen gesetzt.
Hoffen wir auf bessere Zeiten. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Dirk Schrader, Hamburg
Tierärztliches Institut für
angewandte Kleintiermedizin
Innovation und Kompetenz seit 1973
Das Tierhospital Hamburg
Gemeinschaft
für ambulante und klinische Therapien
Rahlstedter Straße 156
22143 Hamburg
Tel.: 040-677 21 44
http://www.kritische-tiermedizin.de
e-mail: info@das-tierhospital-hamburg….
———-
TierklinikHH@aol.com (24.07.2009; 03:01 Uhr)

http://www.fellbeisser.net/news/staatlic...neter-rassismus

Siehe auch hier:


Kampfhund Chico wieder frei
http://www.abendblatt.de/hamburg/article...ieder-frei.html
VON ULRICH GASSDORF4. August 2005, 00:00 Uhr
Urteil: Verwaltungsgericht hat entschieden, daß der American-Staffordshire-Terrier zurück zur Halterin darf.

Fast vier Jahre lang - genau 1409 Tage - saß Kampfhund Chico hinter Gittern. Jetzt hat das Verwaltungsgericht entschieden, daß der Hund, dessen Unterbringung Tierheim und Steuerzahler inzwischen jeweils rund 14 000 Euro gekostet hat, zurück zu seinem Frauchen darf.

In seinem Urteil vom 25. Juni (Az.: 5 K 2332/02)) kommt das Verwaltungsgericht zu dem Schluß, daß "die Bescheide der Behörde aufgehoben werden, weil die aktuelle Hundeverordnung, soweit sie die Hunde der Kategorie 1 betrifft (Chico fällt als American-Staffordshire-Terrier in diese Kategorie. Anm. d. Red.), nach Auffassung des Gerichts nichtig ist, weil ihr insoweit die gesetzliche Ermächtigungsgrundlage fehlt."

Das heißt, das Gericht stellt die Regelung in der aktuellen Hundeverordnung, nach der bei gefährlichen Kategorie-1-Hunden auch die Haltung untersagt werden kann, grundsätzlich in Frage. "Im übrigen hat ein weiterer Wesenstest im Auftrag des Gerichts ergeben, daß der Hund nicht als gefährlich einzustufen ist", sagte Gerichtssprecherin Angelika Huusmann.

Der Fall "Chico" - er begann im September 2001. Mehrfach beschweren sich Nachbarn von Chicos Halterin Renate Helga S. aus Langenhorn bei Polizei und Bezirksamt Nord über den Hund. Sie haben Angst vor dem American-Staffordshire-Terrier. Der städtische Ordnungsdienst (SOD) stellt bei einer Überprüfung der Halterin fest, daß sie keine Erlaubnis für das Halten des Hundes hat. Genau die ist aber bei gefährlichen Kategorie-1-Hunden laut Hundeverordnung notwendig.

Das Bezirksamt erläßt daraufhin eine Haltungsuntersagung, der Hund wird abgeholt, kommt zunächst ins Tierheim, dann in den Hochsicherheitstrakt der Harburger Hundehalle, schließlich wieder ins Tierheim. Dort wird im November 2002 von Tierheimchef Wolfgang Poggendorf (67) ein Wesenstest veranlaßt. "Chico" fällt durch.

Etwa zur gleichen Zeit legt Halterin Renate Helga S. Widerspruch gegen die Haltungsuntersagung ein, dieser wird schließlich kostenpflichtig abgelehnt. Renate Helga S. zieht vors Gericht - und erhält jetzt, fast vier Jahre später, recht. Chico wird freigelassen, ist mittlerweile wieder bei seiner Halterin.

Bei Tierschutzverein und Politikern löst das "Chico-Urteil" Kopfschütteln aus. Tierheimchef Poggendorf: "Das ist ein Skandal. Hier wird ein gefährlicher Hund vom Gericht in die Freiheit entlassen. Auf die Kosten für die Langzeitunterbringung bleiben Steuerzahler und Tierschutzverein sitzen." SPD-Innenexperte Andreas Dressel (30): "Wir müssen beim neuen Hundehaltungsgesetz (soll im Herbst die Hundeverordnung ersetzen Anm. d. Red.) dringend dafür sorgen, daß für solche Kosten künftig der Hundehalter aufkommt."

Für das Bezirksamt Nord ist in Sachen "Chico" das letzte Wort noch nicht gesprochen. Dort will man Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen: "Dieser Hund ist gefährlich und darf nicht an die Halterin zurückgegeben werden", sagte Bezirksamtssprecher Peter Hansen.


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