Habe gestern (Sa, 5.3.11) um 17.00 Uhr beim Spaziergang mit meinen Hunden einen schwer verletzten Fuchs gesichtet. Ehmsenstr. Höhe Haus Nr. 12, den Spazierweg rauf, nach ca. 50 m rechts in der Brombeerhecke. Er lag zunächst offen auf der Wiese und ist dann als ich kam in die Brombeerhecke gekrochen. Der linke Hinterlauf hing nutzlos runter (Autounfall?) und der Fuchs schleppte sich nur mühsam vorwärts. Ich habe mir die Sache dann näher angesehen. Der Fuchs lag etwa 1 m vom Rand der wirklich riesigen, stacheligen Hecke entfernt.
Darauf hin habe ich bei der Polizei angerufen um einen Ansprechpartner zu erfragen, der helfen kann. z. B. einen zuständigen Förster. Es geht hier wohl leider mehr um Erlösung als um Rettung. Die Polizei wollte aber lieber selber kommen.
Sprach´s und kam. Inzwischen war der Fuchs weiter in die Hecke hinein geflüchtet. Er war nicht mehr zu sehen. Alles was ich als Hilfe bekam: wenn er nicht zu sehen ist, kann man auch nicht helfen, da nützt auch der Förster nichts, wenn er keinen gezielten Schuß anbringen kann, das ist halt Natur.......
Meine Meinung: wenn wir den Tieren schon ihren Lebensraum rauben, könnten wir ihnen wenigstens in offensichtlichen Notsituationen beistehen. Jedes einzelne Wildtier ist doch nicht weniger wert als unsere geliebten Haustiere? Dieser arme Fuchs braucht jetzt vielleicht viele Tage oder länger zum sterben. Ist die Verletzung nicht schwer genug muß er wahrscheinlich verhungern und das kann dauern.
Wieso sieht man im Fernsehen in Tiersendungen oder Nachrichten ständig Berichte darüber wie ganze Löschzüge unter Einsatz von schwerem Gerät einen eingefrorenen Schwan befreien, Rohre aufstemmen um eingeklemmte Hunde zu retten und mit Drehleitern Katzen von den Bäumen bergen und im Alltag stellt eine große, stachelige Brombeerhecke ein unüberwindbares Hindernis dar??????????
Bin traurig und enttäuscht.