Unser Toni (Hovawart-Mischling) ist damals im Sauerland groß geworden. Neben ausreichend "Ländereien" hatte er auch noch sein eigenes Zimmer im Futtergang. Schon mit knapp 1 1/2 Jahren wurde auf der einen Seite leichte, auf der anderen mittlere HD diagnostiziert.
Als wir dann nach Dortmund gezogen sind, mussten wir auch erstmal für ein Jahr lang unters Dach in eine 90m² Wohnung ziehen. Ich denke mal für den Hund war weitaus wichtiger bei seiner Meute zu bleiben. Dafür waren halt eben die Ausgänge um einiges länger und intensiver, zwischendurch ging es mal für einen ganzen Tag lang weg. Das was wirklich schlimm für ihn war, war die Hitze während des Sommers in der Wohnung. Die hat mich aber genauso fertig gemacht, von daher...
Was die Tragerei angeht: Ja, so ein Tier kann wiegen, meiner wog zu besten Zeiten knapp 60kg. Aber ehrlich gesagt, wenn er einmal auf dem Arm war, dann war es eh egal. Und selbst wenn du im Erdgeschoss wohnst, in der Regel hast du immer irgendwelche Stufen.
Wenn ich jetzt die Tiere rauslasse, dann mache ich zwei Türen auf, sie haben vier Stufen und sind im Garten. Ist toll! Hat aber auch eine Kehrseite: Ich ertappe mich oft genug dabei, dass ich sage "Tobt euch im Garten aus" anstatt mich nochmal in die Schuhe zu zwingen und um den Block zu gehen!
Im Wesentlichen finde ich allerdings deine zuletzt getroffene Aussage am zutreffendsten: Fast jede Wohnung mit sozialer Anbindung ist besser als ein Zwinger im Tierheim. Allerdings würde ich mir das wirklich einige Male überlegen und vor allem auch Vermieter, Nachbarn, usw. fragen. Vielleicht kannst du ja von einem Bekannten für einige Zeit auch erstmal den Hund in Pflege nehmen und ausprobieren, wie es läuft.