Hallo ihr Lieben,
heute gibt's mal einen Bericht der besonderen Art!
Unser Spiky hat ja das große Glück, 26 Paten auf einen Schlag bekommen zu haben. Und na ja, was ist der einfachste Weg, 26 Paten mit einem Mal kennen zu lernen? Genau, Spiky geht in die Schule und trifft die Klasse 7 a der Martin-Luther-King-Gesamtschule!
Und Spiky's Pflegemama Angie ist nicht einfach nur zur Schule gefahren, nein, sie hat sich sogar Gedanken zum Thema gemacht und damit locker zwei Unterrichtsstunden gefüllt:
Was macht ein „Kampfhund“ in der Schule?
Angie von der Arche90 besuchte am 27.01.2010 mit einem, so genannten „Kampfhund“ die Klasse 7a einer Gesamtschule in Dortmund.
Spiky ist ein American- Staffordshire, oder kurz Am- Staff. Hunde dieser Rassen werden als Kampfhund oder Listenhund bezeichnet, weil sie seit 2001 in einer Liste aufgeführt werden. Man vermutet, dass alle Hunde dieser Rassen gefährlich sind. (nachzulesen unter: Hundegesetze NRW. Auslöser dafür, war ein Beißvorfall mit einem Kind. Der Hund wurde von seinem Besitzer aggressiv abgerichtet und ist mehrfach auffällig gewesen. Der Besitzer hatte deswegen Auflagen für das Tier bekommen (Maulkorb/ Leinenzwang), doch er befolgte diese Auglagen nicht. Ein Kind musste deswegen sterben..
Sind daher alle Hunde dieser Rassen gefährlich?
Dass das nicht so ist, davon konnten sich die 25 Schüler der Klasse 7a einer Gesamtschule in Dortmund überzeugen. Die Klassengemeinschaft hat eine Patenschaft für einen Pflegehund der Tierschutzorganisation Arche 90 e.V. übernommen und mit einem Teil ihres Taschengeldes unterstützen sie Spiky. Die Kinder durften sich unter mehreren Hunden ihren Patenhund selbst aussuchen und haben mit ihrer Wahl auch zum Ausdruck gebracht, dass sie keine Vorurteile wegen der Rasse hatten. Im Rahmen dieses Projektes besuchte Spiky die Kinder in der Schule.
Da Angie gleichzeitig auch Inhaberin der Hundeschule Easy Dog ist, wurde der Besuch aber auch zum Bestandteil des Unterrichts.
Das Thema : 12 Regeln zum Umgang mit Hunden, sowie ehrenamtliche Tätigkeiten in einem Tierschutzverein.
Die Kinder zeigten an beiden Themen ein sehr großes Interesse, haben wirklich gut mitgearbeitet und stellten auch viele Fragen. Einige Kinder verzichteten sogar freiwillig auf ihre Pause, um noch persönliche Fragen zum Umgang mit dem eigenen Hund zu Haus, oder anderen Themen zu stellen. Nach zwei Stunden war der Wissensdurst der Kinder zwar immer noch nicht gestillt, aber leider die Zeit für uns rum.
Ich finde es toll, dass sich Jugendliche in dem Alter für den Tierschutz interessieren und danke Angie, die sich die Zeit genommen hat, die Schülerinnen und Schüler zu besuchen und zu informieren!!!
LG
Sylvia